Bauanleitungen

Bauanleitungen für Igel-Schlafhäuser und Igel-Futterpaletten


Mein Mann baut (noch) alle Futterpaletten und Schlafhäuser selbst.

Das Holz dafür stammt meistens von Mini-Einweg-Paletten, Spenden vom Raiffeisen-Markt in Aurich. Oder er nimmt Reste von Holzlatten, die er für kleines Geld kaufen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jedes Teil wird vor der Benutzung von innen und außen mit Leinsamenöl eingepinselt und steht danach ein paar Tage an der frischen Luft zum Ausdünsten.

 

 

Alle Teile werden zudem von oben zum Schutz vor Regen mit dünner Teichfolie versehen.

 

 

Gegen eine Spende von 35 Euro können Sie ein Schlafhaus oder eine Futterpalette auch bei uns erwerben. (Stand Januar 2026)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bauanleitung Futterpalette

Eine Palette zum Füttern von Igeln eignet sich besser als sogenannte Futterhäuser. Futterhäuser verfügen nur über zwei Zugänge und sind sehr eng/klein.

 

 

Sie müssen aber immer damit rechnen, dass 2 oder sogar 3 Igel gleichzeitig zum Fressen kommen. Igel haben zwar kein eigenes Revier, trotzdem kommt es gerade im Frühling und Sommer zwischen den Igelmännchen schon mal zu heftigen Rangeleien. Deshalb verfügen unsere Futterpaletten über je einen Zugang an jeder Seite. Dadurch kann ein schwächeres Tier immer flüchten und kein Igel fühlt sich in die Enge getrieben.

 

Diese Zugänge müssen unbedingt exakt 10 x 10 cm sein. Egal wie dick ein Igel ist, er wird es immer unter die Palette schaffen. Ist die Öffnung auch nur einen Zentimeter größer, wird auch eine ausgewachsene Katze es unter die Palette schaffen.

 

 

Außerdem: je größer die Palette, umso besser für die Igel! Ideal sind deshalb Paletten von 100 x 100 cm. Allerdings sind diese nicht mehr so einfach zu heben – gerade für ältere Igelliebhaber.

 

 

Das Innenmaß der Palette muss eine Mindesthöhe von 18 cm haben, damit der Igel auch noch seinen Kopf heben kann, um über den Rand des Napfes ans Futter zu gelangen.

Die Holzdicke sollte 18 mm betragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und so sieht das fertige Produkt aus. Zum Schluss dichten Sie die Palette von oben mit dünner Teichfolie oder ähnlichem ab. Am besten so, dass die Ränder der Folie leicht überhängen. Dann stellen Sie die Palette in Ihren Garten. Stellen Sie immer 2 Futternäpfe darunter. Die große Schüssel mit frischen Wasser setzten Sie draußen vor die Palette.

 

 

Bauanleitung Schlafhaus

Das Video dazu gibt es hier: Wie baue ich ein Igel-Schlafhaus

 

Auch hier sind die Maße etwas variabel. Wichtig ist, dass Sie eine Höhe von 26 – 30 cm einhalten! Sollten Sie das Schlafhaus nämlich brauchen, weil ihr Igelchen im Gehege seine Eingewöhnungszeit verbringt oder darin überwintern soll, passt das Haus sonst nicht in das Kaninchengehege.

Die Holzdicke sollte 18 mm betragen.

 

 

Lesen Sie hierzu bitte auch die Seiten BEWERBEN SIE SICH ALS AUSWILDERER und den letzten Abschnitt der Seite TIPPS FÜR SELBSTPÄPPLER.

 

Das ideale Schlafhaus hat deshalb eine Größe von 40 cm breit und 30 cm tief und max. 26-30 cm hoch.

Die Trennwand im Inneren sollte das Haus in zwei Räume unterteilen: den Eingangsbereich von 10 cm Breite und das eigentliche “Schlafzimmer” von 20 cm. Größer braucht ein Schlafhaus nicht sein. Selbst ein Igelmännchen von 1800 Gramm kann noch bequem darin liegen. Außerdem spricht man ja nicht umsonst vom “einigeln”. Es muss kuschelig sein.

Bitte im “Schlafzimmer” nicht vergessen, ein paar kleine Löcher von 1 cm Durchmesser in den Boden zu bohren, damit die Pippi** abfließen kann.

**Deshalb müssen Sie so ein Schlafhaus auch regelmäßig kontrollieren und ggf. auch das Stroh austauschen. Ist das Haus verdreckt oder nass, wird kein Igel es mehr benutzen.

 

Der Eingang muss genau wie bei der Futterpalette exakt 10 x 10 cm betragen. Der Eingang (da wo Pfeil A) führt in den “Flur”. Am Ende des Flures (da wo Pfeil B), befindet sich wieder eine Öffnung von 10 x 10 cm, die in das “Schlafzimmer” führt. Bitte diese Öffnung auch erst am Ende einfügen. Befindet sie sich am Anfang, bekommt der Igel die Kurve schlecht hin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um im Inneren immer eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten, darf das Dach nie komplett geschlossen sein. Am besten schlagen Sie in den oberen Rand der Vorderseite zwei Nägel, die ca. 1 cm hervorstehen, auf denen das Dach aufliegt.

Die Frischluftzufuhr ist deshalb so wichtig, damit das Haus keinen Schimmel bildet. Wir empfehlen auch, das Haus ab und zu auszuflämmen.

Das Häuschen sollte auch auf keinen Fall direkt mit dem Boden Kontakt haben. Am besten sie nageln in die Bodenplatte als ersten zwei identisch lange Holzbalken von 2,5 cm Höhe. Das ist genug, damit alles trocken bleibt und der Igel noch ohne Leiter hineingelangt.

 

Zum Schluss kommt das Dach. Es sollte ca. 2 – 3 cm größer sein, damit (Regen)Wasser immer an den Seiten abläuft und nicht ins Haus fließt. Am besten auch wieder mit Teichfolie abdichten. Die zwei Balken an der Innenseite sollten zudem genau so angebracht sein, dass deren Außenkanten exakt mit den Innenseiten abschließen.

Fertig ist Ihr Igel-Schlaufhaus.

 

Bitte befüllen Sie das “Schlafzimmer” Ihres Igelhauses immer nur mit sauberem Stroh und mit nichts anderem als Stroh! Die meisten Blätter enthalten Pilzsporen und sind deshalb ungeeignet und von Heu bekommt ein Igel Atemnot. Möglich, dass ein Igelchen irgendwann einmal Gras oder Moss hineinträgt, aber dann hat der Igel das selbst ausgesucht.

Wenn Sie das Haus nicht zum Auswildern benötigen, sondern einfach nur um den Igeln in Ihrem Garten einen sicheren Unterschlupf zu bieten, stellen Sie es an einen ruhigen und schattigen Ort.

 

Und wenn Sie Glück haben, haben Sie irgendwann auch so ein Foto von einem Igel, der warm hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verantwortlicher
Autor für die Veröffentlichung:
Theo Bruins

Text: Kristina Bruins

Bildnachweis:
Copyright 2005 / 2026 by Theo & Kristina Bruins