IGEL: Sensibilisierung dringend notwendig

Wissen Sie, was das größte Handicap der Igel ist? Sie sind nachtaktiv!
Den Rückgang von Vögeln, Wildbienen und Insekten ― allesamt tagaktiv ― bemerkt man sofort. Aber wer von uns ist schon regelmäßig nachts in Parks oder Wohnsiedlungen unterwegs oder verrichtet seine Gartenarbeit dann, wenn die Igel munter werden?

Eine einfache Regel in Sachen Igel: Wenn Sie einen Igel tagsüber sehen, stimmt etwas mit ihm nicht!

Sie haben einen tagaktiven Igel entdeckt:
• Zwischen März und Oktober wurde er möglicherweise lediglich von seinem Schlafplatz verscheucht. (Hören Sie Lärm, ist das vielleicht die Ursache.) Sie sollten das Tier dennoch einige Zeit beobachten, ohne ihm zu nahe zu kommen und ihn dadurch noch mehr zu erschrecken. Verhält das Tier sich jedoch auffällig, irrt auch noch nach 30 Minuten ziellos umher oder liegt ungeschützt im Gelände, müssen Sie handeln und das Tier sichern.
• Entdecken Sie einen tagaktiven Igel, über dem schon die Fliegen kreisen, bedeutet das, er ist verletzt. Dann müssen Sie sofort handeln!

 

 

 

 

 

• Auch wenn das Tier Ihnen „zu lang“ vorkommt. Ein einigermaßen gut genährter Igel ist eher kugelig.

 

 

 

 

 

• Ein Igel, der Ihnen sehr hochbeinig vorkommt, ist ebenfalls krank.
• Ein weiteres Indiz sind Schlitzaugen. Ein gesundes Tier hat kreisrunde Knopfaugen. Schlitzaugen bedeuten, dass das Tier extreme Schmerzen hat!
• Entdecken Sie einen Igel zwischen Dezember und Februar, egal zu welcher Tageszeit, müssen Sie auch sofort handeln und das Tier sichern.

Ich höre jetzt schon den Aufschrei einiger Igelpäppler, die anderer Meinung sind: Bei einem tagaktiven Igel im Spätsommer bis Frühherbst kann es sich nämlich auch um ein Weibchen handeln, dass irgendwo in der Nähe sein Nest mit Jungen hat. Sichert man das Weibchen, werden die Jungen auf jeden Fall verhungern oder von anderen Wildtieren gefressen. Man sollte also immer vorsichtshalber die nähere Umgebung nach dem Nest absuchen. Manchmal hört man die Kleinen auch fiepsen. Unter Laubhaufen, im hohen Gras, gerne auch unter Gartenlauben u.ä. ― dort haben Igelinnen gerne ihre Nester.
Und jetzt höre ich gerade die Gedanken einiger Leser und Leserinnen: »Herrje, was für ein Aufwand!!« Ja, das ist es wohl. Lesen Sie bitte hierzu auch den Blog: ERSTE HILFE

Zurück zum Aufschrei einiger Päppler: Meine Meinung ist, wenn ich ein tagaktives Tier zwischen August und Anfang Oktober sichere, muss ich immer damit rechnen, dass es sich um ein Weibchen mit Jungen handelt. Die Chance ist ca. 30-40%**. Wenn die oben genannten Kriterien; zu dünn/wurstähnlich, auffällig tagaktiv, kreisende Fliegen, hochbeinig, schlitzäugig, aber zutreffen und ich nichts tue, stirbt das Tier mit 90% Sicherheit so oder so ― und damit auch die Jungtiere, sollte es sich um ein Weibchen handeln!
**Und angesichts der Tatsache, dass weit mehr als die Hälfte aller Igel in einer Auffangstation männlich sind, vertrete ich persönlich den Standpunkt, dass das Leben einer Igelmutter Vorrang vor dem möglicher Jungtiere hat!

Anmerkung: Vielleicht fragen Sie sich nun, warum es mehr Igelmännchen gibt. Traurig, aber wahr: Sehr viele Igelinnen verhungern im Winter, weil sie eben aufgrund des Futtermangels nach der Aufzucht der Jungtiere nicht mehr genug Zeit haben, sich für den Winter das nötige Speckpolster anzufressen, dass sie benötigen, um überhaupt in einen qualitativ guten Winterschlaf zu fallen. Auch die meisten Jungtiere verhungern aus denselben Gründen. Fakt ist jedenfalls, dass in den meisten Auffangstation ungefähr 2/3 der Tiere Männchen sind.

DESHALB IST ES AUCH SO WICHTIG DAS JEDER GARTENBESITZER BEIFÜTTERT

Weil Igel nachtaktiv sind, verfügen sie leider auch über keine Lobby, so wie Bienen, Vögel und mittlerweile selbst Wildblumen! Welcher Hausbesitzer hat nicht mindestens ein Vogelfutterhaus im Garten und füttert, egal ob Sommer oder Winter? In den letzten Jahren sind dann auch noch Bienen- und Insektenhotels hinzugekommen, spezielle Futterhäuser für Eichhörnchen und natürlich sieht man vermehrt Blühstreifen mit einheimischen Pflanzen in den Gärten. -Alles Dinge, an denen wir tagaktive Menschen uns erfreuen können.
Nur Futterstellen für Igel findet man kaum!

Dabei hängt doch alles zusammen: Keine Bienen und Insekten, keine Pflanzen ― aber auch keine Nahrung, vor allen Dingen für Igel!
Ich persönlich bin überzeugt, dass bspw. jede dritte Igelin vor Vollendung ihres zweiten Lebensjahres verhungert.

Meine Weisheiten beruhen auf meiner Erfahrung.
2024 haben mein Mann und ich insgesamt 64 Igel zu Hause gepflegt. 41 waren Männchen, weil die Männchen, wie schon erklärt, eine höhere Chance haben, den Winter zu überstehen. 24 kamen zudem aus unserem eigenen Garten, 21 davon mit Verletzungen durch Mähroboter! Ein Igel war deshalb gleich dreimal in Behandlung! Wir haben zwei kameraüberwachte Futterstellen und sehen natürlich sofort, wenn da ein verletzter Igel auftaucht.

Das hier links ist Frieso, er lebt in unserer Nachbarschaft. Er war 2023 zweimal und 2024 dreimal mit schwersten Verletzungen durch ein und denselben Mähroboter in Behandlung. Leider begreift er nicht, dass sein Revier für ihn lebensgefährlich ist! Es würde auch nichts nützen, wenn wir ihn woanders auswildern würde. Erstens hängen Igel sehr an ihrer Umgebung, man sagt auch, dass sie über ein photographisches Gedächtnis verfügen, dass ihnen bei der Orientierung hilft. Zweitens würde dann sofort ein anderer Igel das freigewordene Revier in Beschlag nehmen und das Problem würde sich nur auf einen anderen Igel verlagern. 

 

Bitte schütteln Sie jetzt nicht den Kopf. Aber wir haben in unserem Garten ein großes schwarzes Igelschlafhaus stehen. Jeden Morgen kontrolliert mein Mann, ob darin ein Igel liegt. Falls ja, kann ich meine Nase darauf verwetten, dass er schwer verletzt ist! Nur deshalb hat auch Frieso bislang überlebt. Wir nennen das Schlafhaus deshalb auch nur noch das Igel-Lazarett.

 

 

Aber wenn ich schon 21 verletzte Tiere in meinem eigenen Garten finde, wie hoch ist dann die Dunkelziffer der Tiere, die eben nicht gefunden werden und qualvoll sterben? Dazu sei gesagt, dass es in meiner unmittelbaren Nachbarschaft nur ein Haus gibt, dessen Bewohner seinen Mähroboter nachts betreibt! Leider ist das nicht verboten!

21 verletzte Tiere durch einen einzigen Mähroboter!

Natürlich kommen auch nicht alle Tiere regelmäßig zu unserer Futterstelle im Garten. Es gibt also auch in unserer Wohngegend eine Dunkelziffer. Jeder Igel aus unserem Garten, der mal in Behandlung war, bekommt eine individuelle Markierung mit Nagellack, sodass ich ihn immer wiedererkenne. Jedes Jahr verschwinden auch einige Tiere und ich bin sicher, dass sie durch den Mähroboter so schwer verletzt wurden, dass sie starben! (Nachtrag von Oktober 2025: Besagter “Nachbar”, in dessen Garten bspw. Frieso seinen Schlafplatz hat, ist Anfang des Jahres wohl verstorben. ((An dieser Stelle wäre jegliches Beileid pure Heuchelei.)) Ergo läuft dort seither kein Mähroboter mehr und ergo 2025 kein verletzter Frieso und auch kein anderer verletzter Igel in unserem Garten!!! .)

Darum lautet mein Fazit:
In der Dunkelheit betriebene Mähroboter sind Todesursache Nummer Eins für Igel!

Ein Weibchen, das während der Aufzucht der Jungen von einem Mähroboter getötet wird, hinterlässt bis zu 6 Junge, die danach ebenfalls qualvoll sterben. Jedes Jahr im Spätsommer & Herbst quillen deshalb die Igelstation aus allen Nähten: Verwaiste Jungigel! Und das ist wirklich nur ein Bruchteil der Tiere, die gefunden werden! (Es soll ja auch immer noch Menschen geben, die auf dem Standpunkt stehen, der Igel ist ein Wildtier und Wildtiere brauchen keine Hilfe ― das regelt die Natur selbst! Wenn ich so was höre, könnte ich kotzen! Die Natur regelt auch das Wachstum von Gras! Demnach sind Mähroboter ebenfalls überflüssig.)

Ohne fachkundige Igelpäppler wäre es um den Bestand jedoch noch wesentlich schlechter bestellt. Leider brennen viele dieser Menschen sehr schnell aus.

Man braucht als Päppler, egal ob es nun Haustiere oder Wildtiere sind ein sehr, sehr dickes Fell! Jungigel, die von Hand gepäppelt wurden, müssen zudem sehr oft auch den Winter über in menschlicher Obhut verbringen. Man kann ab November keine Igel mehr auswildern, erst recht keinen Jungigel, der die Umgebung nicht kennt und keinen Schlafplatz hat. Diese Tiere verbringen den Winterschlaf kontrolliert in einem Gehege mit Schlafhaus. Im nächsten Frühjahr, sobald die Igel wieder aus dem Winterschlaf erwachen, muss man sich dann um Leute bemühen, die ein solches Tier im eigenen Garten auswildern möchten. Dazu muss ich sagen, dass mein Mann & ich nur da auswildern, wo unser Herz uns sagt, dass die Leute auch wirklich zufüttern und wir ganz sicher sind, dass da nachts nicht doch der Mähroboter läuft und im Schuppen auch keine Freischneider oder Heckentrimmer hängen!

Jeder, der für uns auswildert, bekommt ein Igel-Schlafhaus und eine Palette, unter die man das Futter stellen kann, inkl. einem Sack Katzentrockenfutter**. Für alles zusammen hätte er gerne eine Spende für den Igelverein von 90 Euro. So ist gesichert, dass die Auswilderer es auch ernst meinen. Die Häuschen und Futterpaletten baut mein Mann mit sehr viel Zeitaufwand und Liebe alle selbst. Die Paletten haben den Vorteil, dass da keine Katze drunter kommt und den Igeln das Essen klaut. Wir bringen Ihnen das Tier, wir erklären Ihnen alles, was Sie wissen müssen, und sind fortan bei Fragen immer für Sie zu erreichen. Die Igel liegen meinem Mann und mir sehr am Herzen. Manche von ihnen waren schwer verletzt, traumatisiert, fast verhungert. Wir päppeln sie artgerecht, liebevoll und so professionell wie nur irgend möglich. Je nach Befund und Dauer kostet dieses Päppeln zwischen 50-200 Euro inkl. Medikamente, Futter und Unterbringung pro Tier! Ein Igelbaby/Jungigel, der auch bei uns überwintern muss kann auch schonmal bis zu 300 Euro kosten. Und dann haben wir noch nicht über den Zeitaufwand gesprochen. Möchten Sie selbst gerne auswildern? Dann bewerben Sie sich: https://igelverein-aurich.de/bewerben-sie-sich-als-auswilderer/

Wenn mich dann aber jemand anruft, weil er gehört hat, dass ich Auswilderungsstellen suche und die erste Frage lautet: Frisst der Igel auch meine Schnecken? -Die Frage muss ich verneinen, ein Igel frisst nur in äußerster Not Schnecken. Von Schnecken werden Igel krank! Und ich dann als Antwort bekomme: Nee, dann hab‘ ich kein Interesse, bevor mir der Hörer aufgelegt wird ― dann, ja, dann lobe ich mir mein dickes Fell. Oder Menschen, die meinen, dass wir sie für’s Auswildern bezahlen. Sie müssen das Futter selbst kaufen, so wie Sie auch ihr Vogel- oder Hundefutter selbst kaufen und bezahlen müssen. Der Härtefall war jedoch die Frau, die wegen eines verletzen Igels anrief und meinte, wenn ich das Tier nicht jetzt sofort bei ihr abholen würde, dann werfe sie es in den Mülleimer. In der Regel ist es schon so, dass man zumindest erwarten kann, dass der Finder einem das Tier bringt. In dem Fall war es jedoch so, dass ich auch kein Auto zur Verfügung hatte. Die Finderin knallte mir daraufhin den Hörer drauf und ich hatte auch keine Adresse. Das sind Erlebnisse, die mir schwer zu schaffen machen.

**Noch ein Wort zum Igelfutter: Bitte kaufen Sie nie spezielles Igelfutter!!
Igel sind reine Fleischfresser und ihr Organismus kann ausschließlich Eiweiß/Proteine verwerten! Spezielles Igelfutter enthält aber oftmals auch Haferflocken und Beeren. Da alle Igel großen Hunger haben, fressen sie auch das, aber ihr Körper kann Kohlehydrate nicht in Energie umwandeln ― das ist so als wenn wir nach Luft schnappen und runterschlucken: davon werden wir auch nicht satt! 
Viel besser und auch viel günstiger ist getreidefreies Katzentrockenfutter. Am besten für Babykatzen/Kitten, weil da die Kroketten kleiner sind. Und nach Möglichkeit ein Futter wählen, dass einen hohen Fleischanteil (mind. 60%) hat. Die Igel werden es Ihnen danken.
Ein sehr gutes Futter ist die Sorte Tierliebe Junior für Katzen vom Raiffeisen-Markt. 2.5 KG kosten knapp 9 Euro (Stand Nov. 2025).

Hauptgründe für die drastische Dezimierung der Igelpopulation sind nächtlich betriebene Mähroboter und akuter Futtermangel!

Hier ist ein tödlicher Kreislauf entstanden: Auf der Suche nach Futter legen Igel nachts viel weitere Strecken als früher zurück. Sie durchqueren immer mehr Gärten, wobei jeder Garten eine potenzielle Gefahr darstellt, sollte dort ein Mähroboter in Betrieb sein. Und natürlich werden einige Tiere bei ihren nächtlichen Wanderungen überfahren.

Was die Igel dringend brauchen: Die Einsicht von Hausbesitzern, auf den nächtlichen Einsatz von Mährobotern zu verzichten und stattdessen Futterstellen für Igel im Garten einzurichten.

Laut ChatGPT frisst/benötigt ein ausgewachsener Igel pro Nacht etwa 100 bis 200 Gramm Insekten. Das entspricht auch ungefähr der Futtermenge (Katentrocken-, Katzennassfutter und Rührei), die ein Igel bei mir bekommt. Allerdings bewohnt ein Igel, der bei mir gepäppelt wird für die Dauer seines Aufenthaltes eine 80x60cm großen Plastikbox. Er hat also nicht viel Platz zum Laufen/Kalorienverbrennen. Ein Igel verfügt aber außerdem über einen exorbitant schnellen Stoffwechsel. Findet er kein Futter, verbrennt er auf der Suche in nur Nacht bis zu 20% Prozent seines Körpergewichts an Nahrungsmitteln.
Das ist der Grund, warum so viele Tiere, besonders die Weibchen und Jungigel verhungern.
Dabei ließe sich das Problem so einfach lösen: Gartenbesitzer bräuchten lediglich neben ihr Vogelfutterhaus und ihr Bienenhotel noch eine Futterpalette für Igel platzieren und ein Schälchen mit Wasser. Natürlich nur die, die entweder ganz auf Mähroboter verzichten oder diese nur tagsüber betreiben!

Futterstellen für Igel hätten den Vorteil, dass die Tiere auf der Suche nach Nahrung nicht mehr endlose Strecken zurücklegen müssten. Und wenn genügend Gärten und Parks Igelfutterstellen einrichteten, würde das auch den Wind aus den Segeln derer nehmen, die behaupten, an diesen Futterstellen würden sich die Tiere nur mit Krankheiten anstecken, weil dort zu viele Tiere aufeinandertreffen.

(Zu den Zoonosen sei gesagt: Alle Igel haben Flöhe und alle Igel haben Zecken. Gerade Igel, die ihr Futter hauptsächlich auf Komposthaufen in Form von Maden suchen, leiden häufig unter extremen Zeckenbefall. Wir haben schon Igel bekommen, die mehr als 600-! dieser Blutsauger hatten.
Maden können durch ihre harte Haut (Chitin) auch nicht gut verdaut werden und der Igel scheidet sie in der Regel wieder komplett aus, ohne dass sie ihm die nötigen Nährstoffe zuführten.)

Es ist auch eine, wenn auch leider eine sehr weitverbreitete Mär, dass Igel Schnecken oder gar Mäuse fressen. Wenn einem Igel der Magen knurrt, ist er bereit, vieles zu fressen. Mein Mann und ich haben schon Igel gepäppelt, deren Kot anfangs nur aus Erde und Sand bestand. In höchster Not wird ein Igel deshalb auch Schnecken (an)fressen. Genauso wie er Grashalme frisst, um an das bisschen Pflanzensaft zu gelangen, wenn er kein Wasser findet.

Noch ein Wort zu den Jungigeln:
Igel werden ausschließlich zwischen aller aller frühestens Anfang August und aller aller spätestens Ende September geboren. Wer also ab Ende Oktober einen “kleinen” Igel von 100 oder 150 Gramm gefunden hat, hat kein Igelbaby gefunden, sondern einen halbverhungerten Jungigel! Faustregel: Alle Tiere unter 200 Gramm bitte sofort einsammeln. 200 Gramm entspricht ungefähr der Größe von 2 Hühnereiern. Tiere ab 300 Gramm im September, ab 400 Gramm im Oktober und ab 500 Gramm im November bitte nicht einsammeln – so denn sie augenscheinlich nicht verletzt sind, ausgemergelt wirken, sich normal verhalten und nicht tagaktiv sind. Die Tiere lieber zufüttern! 

Für diesen Blog habe ich selbst nochmal im Internet recherchiert und es ist in der Tat erschreckend, wie viel Unsinn man über Igel dort findet. (Aber das ist wohl mit allen Themen so, nicht nur Igeln. Ohne gründliche Recherche, gepaart mit einem gesunden Menschverstand kann man das, was im Internet steht, nicht mehr für bare Münze nehmen. Ich habe mal in einem Artikel gelesen, dass Igelbabys schon mit Stacheln geboren werden. -Das ist natürlich Unsinn. Die Stacheln brechen erst nach einem Tag durch die Haut. Ich weiß das, weil wir 2023 eine verletzte Igelin hatten, die, während sie gesund gepflegt wurde, auch ihr 5 Jungen bei uns zur Welt brachte.)

Auf unzähligen Seiten im Internet steht bspw. das Igel Allesfresser sind oder sich vorzugsweise von Schnecken und Mäusen ernähren. Jemand, der nun wirklich keine Ahnung hat, den Tieren jedoch helfen will, wird aber kaum in der Lage sein, Fakten von Unsinn zu unterscheiden. Im Internet kann man natürlich schreiben, was man will, aber auch renommierte Zeitschriften oder gar TV- und Radioprogramme, die über Igel berichten, verbreiten oftmals haarsträubende Unwahrheiten, wenngleich unwissentlich. Aber in so einem Fall frage ich mich immer, woher der jeweilige Reporter/Moderator seine Weisheiten bezogen hat.
Gründliche Recherche und Faktencheck sehen jedenfalls anders aus.

Guten Rat und viel Wissenswertes über Igel stellen auch die Seiten von ProIgel im Netz bereit.

 

 

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Kristina Martha Bruins

 

 

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